Donnerstag, 29. Januar 2009

Arbeitslos und glücklich!





Ha! Auf einmal ist meine Arbeitswoche kein solche mehr! Nachdem am Montag ein bezahlter Urlaubstag, der Feiertag der Region Northland war, wurden wir Backpacker auf einmal mitten während unserer Mittwochsschicht nach Hause entlassen und auch für den folgenden Tag nicht beschäftigt. So etwas kann hier bei diesen Jobs wie mir gesagt wurde immer sehr schnell gehen. Na ja! Die freien Tage wurden gut genutzt. Ich hatte viel Zeit um meine Datenerhebung voran zu bringen. Außerdem habe ich mit einem anderen Backpacker die Rainbow Falls besucht. Der Name dieses Wasserfalls leitet sich von der Aussicht, die man von den Felsen oben auf den Fällen ab, denn wenn die Sonne scheint erscheint einem aus dieser Perspektive der gesamte Wasserstral im Regenbogenspektrum. Wirklich wunderschön! Außerdem konnte man hinter die Kaskaden schwimmen und von den Felsen durch den Wasserfall hindurch springen. DAS MACHT SPAß!

Ach ja, man kann ab jetzt auch unregistriert posten! ;-)

Samstag, 24. Januar 2009

Zwischen den Welten





Als ich den Raum betrat, sah ich wie ein spindeldürrer Kahlkopf gerade eine Dose "Backed Beans" der Firma Heinz in den Wasserkocher entleerte und mein erscheinen mit dem lakonischen Kommentar "Backpacking is Filth!" würdigte. Es war etwa 13:00 Uhr und vermutlich der heißeste Tag den das neuseeländische Northland dieses Jahr erlebt hatte. Nachdem ich mich quer durch die Behäbigkeit in die der kleine Ort Kerikeri von einer Hitzeglocke gehüllt wurde zum Aranga Backpackers geschleppt hatte, bekam ich das wohl anstrengendste Zimmer, das ich bisher auf meiner Tour hatte. Eine Gruppe von Südamerikaner und Briten hatte diesen Raum zu ihrem inoffiziellen Gesellschaftsraum (Saufen, Kiffen und, naja, "Kochen") auserkoren und das sollte nun für die Nächste Woche nebenbei auch die Stellung meines Schlafzimmers einnehmen. 
Kerikeri ist ein guter Ort für alle die Arbeit suchen und ich war auf der Suche nach Arbeit! Ich hatte nachdem ich von Auckland in Richtung Norden aufgebrochen war einige Tage in der wunderschönen Bay of Islands verbracht und in diesen touristischen Gefilden meine Reisekasse etwas überbeansprucht. Ich habe zuerst eine Woche auf einer "Organic Farm" gegen Unterkunft und Nahrung als so genannter WWOOFer (Willing Worker On Organic Farms) gearbeitet und bin dann in eine der landwirtschaftlichen Metropolen gefahren. Dort angekommen musste ich mich mit etwas Gewallt an die Lebensweise des frühen Aufstehen, acht Stunden arbeiten und dann das Bachpacker-Laissez-Faire bis in die Nachtstunden pflegen, anpassen. Mittlerweile bin ich aber in einem weitaus ruhigeren Zimmer abgestiegen und konnte mich wieder regenerieren. Das Leben aus dem Rucksack in manchmal ziemlich anstrengenden Unterbringungen, fällt mir nach drei Wochen immer leichter und ich genieße meine freie Zeit hier in vollen Zügen. Es ist wirklich ein Gefühl der völligen Freiheit in einem fernen Land, bloß mit einem Rucksack ausgerüstet und so ganz ohne "zu Hause" irgendwie immer mobil zu sein. Ich bin viel an den wunderschönen südpazifischen Stränden, mache Kajaktouren, wandere durch Vulkanlandschaften oder besuchen einen Wasserfall (es gibt hier wirklich unzählige davon). Heute war ich beispielsweise mit einigen Arbeits-/Backpackerkollegen an einem wunderschönen Surfstrand. Sehr angenehm!
Ansonsten arbeite ich fleißig. Bisher habe mich auf der "Organic Farm" um Tiere und Pfanzen gekümmert, bei der Heuernte die Strohballen auf einen Traktoranhänger geworfen, Kiwipflanzen entknotet und Avokandos am Fließband in Kisten gepackt. Ab nächster Woche ist dann aber wieder etwas Freizeit angesagt, dann  mache ich mich auf die Suche nach den schönsten Wellen des Nordkaps. 

Mittwoch, 7. Januar 2009

In Auckland angekommen!








Nach etwa 36 Stunden Flugdauer mit einigen Unannehmlichkeiten (Ich habe jetzt aufgrund eines Schreibfehlers in meinen Papieren die Identität von Herrn Jeglinksi angenommen), bin ich dann zwar etwas gerädert aber guter Dinge in Auckland angekommen und wurde erst einmal von dem freundlichen Weihnachtsmann begrüßt, der direkt vor meinem Zimmerfenster aufgestellt wurde. Während der Ladenöffnungszeiten bewegt er die ganze Zeit seinen Zeigefinger, so im Stile der Hexe, die Hänsel und Gretel in das Pfefferkuchenhaus lockt. Sehr gespenstisch!
Nach einem Erholungstag am Strand, habe ich eine erste Erkundungsfahrt auf die nahegelegene Vulkaninsel Rangitoto gemacht. Großer Krater, Lavahöhlen und Traumstrände...