



...bein' the kind of people the authorities can't reach!", schallt es durch meine Kopfhoerer (The Go-Betweens), waehrend ich anbends am Stand entlang schlendere und mich von den Anstrengungen des Tages regeneriere. Seit Montag lerne ich surfen und es ist wirklich sehr anstrengend und schmerzhaft (eitrige Knie, staendiger Muskelkater, wunde Schenkel und poroese Haut), aber man hat auch schnell Erfolgserlebnisse. Ich bin bereits nach einer Stunde aufs Brett gekommen und von da an war ich infiziert.
Mittlerweile bin ich soweit, dass ich ausserhalb der Brandung rittlings aus meinem Board sitze und auf den Ozean starre, um irgendwann in die passende Welle zu paddeln. Man ist da draussen auf dem Deck wirklich in einer voellig entrueckten, eigenen Welt, in der man verharrt, ohne an irgendwas zu denken. Ich glotzte dabei wirklich nur auf die Wellen am Horizont und ruhe im geistigen Leerlauf voellig in mir selbst.
Dann, wenn ich irgendwann eine passende Welle ausgemacht habe, versuche ich auf dieser zu reiten -was mir immer oefter gelingt- und dann muss ich wieder durch die Brandung hinauspaddeln. Das ist zwar sehr anstrengend, aber das Gefuehl, das man hat, wenn man die Welle bekommt, entschaedigt wirklich fuer alles. Wenn man dann wieder am Strand ist, will man so schnell wie moeglich wieder raus. Es handelt sich also um eine klassische Suchtspirale, in der ich mich hier befinde und ich sehe keine Veranlassung diese wieder zu verlassen...